Freitag, 29. August 2008

Verglühte Popstars


Sehr geehrte Popstars-Fans unter euch,
ich muss euch die Illusion der funkelnden Sterne nehmen. Sie leuchten nicht mehr, sondern sind alle in der Überhitzung von zu viel heißer Luft verglüht. Gemeint ist damit, dass die nun bereits 7. Staffel der einst so gefeierten Casting-Show auf Sendung gegangen ist und genau wie bei Big Brother oder DSDS die Flut an Interesse und an Talenten zurückgegangen ist.

Ist euch nicht auch aufgefallen, wie sehr die -wohl gemerkt weiblichen- Kandidatinnen alle ein Klischee erfüllen und das Niveau, neben der Jury, sehr weit nach unten treiben. Mir ist das sogar sehr übel aufgestoßen, als ich gestern Abend nur kurz das Ende der ersten Castingfolge gesehen habe. Ich hatte das Gefühl mit dieser kleinen Frequenz bereits alles aus der neuen Staffel gesehen zu haben: aufgetakelte Weiber mit dicker Schminke im Gesicht, die kein Talent und auch keine Bildung vorzuweisen haben. Das ist echt traurig, wenn man bedenkt, was mit Deutschlands Jugend passiert ist.


Wenn man sich neben den Tussis von heute die fast reifen Frauen der ersten Staffel ansieht, stellt das ein klares Bild unserer verkommenen und vernachlässigten Gesellschaft dar. Bei Casting-Shows wie diesen, wird einem der Wandel der Zeit erst so richtig vor Augen geführt und man wünscht sich nur noch, dass lieber alles beim alten bleiben sollte. Vielleicht bin ich aber auch einfach nur aus dem Alter raus, wo ich rumhopsende Möchte-Gern-Stars nicht mehr als Idole ansehe. Da bin ich aber auch froh drum, denn alles sollte irgendwann seine Grenzen haben. Meine wurden gestern definitiv überschritten, da ich nicht einsehe, dass geistlose „girls“ Erfolg für etwas haben, was sie gar nicht können. Am Ende reihen sie sich doch nur in die Schlange der gefloppten Stars ein, um dann zu merken, dass sie von Produzenten ausgenutzt wurden, um ein Programm zu bieten, was eigentlich keiner mehr sehen will.

Wann merken die schlauen Leute der Programmplanung eigentlich, dass sie sich mal etwas Neues einfallen lassen müssen, denn die Sache mit den talentierten Musikern ist vorbei?! Hier geht es doch nur noch darum ein weiteres Mal D! bei seinem berühmten „Pam, Pam, Pam“ zu erleben und sich zu freuen, wie er die Mädels das ertragen lässt, was sie verdienen. Vielleicht bedeutet aber jedes Jahr eine Staffel Popstars auch, dass einem dokumentiert wird, welche Hauptschüler jetzt wieder versuchen, ihren Schulabschluss durch Ruhm zu ersetzen.

Von der anderen Casting-Show DSDS berichte ich dann voller Freude, dass es auch hier bald eine neue Staffel gibt, wenn es soweit ist.

Dienstag, 12. August 2008

Dort arbeiten, wovon andere nur träumen


Was ist die wertvollste und bekannteste Marke der Welt? Wo will jeder arbeiten und dazu gehören? Natürlich Coca-Cola!
In der Zeitschrift UNICUM Beruf (08/2008) habe ich einen Artikel gelesen, indem vier Glückskinder davon berichten, wie sie ihre Trainee-Stelle bei dem großen Arbeitgeber Coca-Cola ergattert haben und wie es ihnen dort ergeht. Eigentlich eine erübrigte Information, denn schließlich ist es doch ein Traum dort überhaupt mal einen Fuß hineinzusetzen.

Mit einem Grinsen auf dem Gesicht und frisch gebügeltem Hemd werden die vier Trainees dargestellt um damit zu veranschaulichen, wie schön die Welt doch sein kann. Wenn da nicht das super schwierige Assessment Center auf dem Weg zum vollkommenen Glück liegen würde. Wer diese Hürde nimmt und besteht, kann gleich ins Guinnes Buch der Rekorde eingetragen werden. Denn nach stundenlangen Vorauswahlgesprächen, bevor man überhaupt erstmal zum Assessment Center eingeladen wird, muss man dann dort fast zwei Tage alles geben. Wenn man sich jedoch richtig gut anstellt, bei nahezu unlösbaren Aufgaben, bekommt man den Fahrschein ins Paradies der Arbeitgeber. Mit hohem Praxisbezug und dem Gefühl als Bewerber ernst genommen zu werden, macht sich die hohe Qualität des Assessment Centers von Coca-Cola bemerkbar. Dabei steht die Selbstpräsentation über Gruppendiskussionen und Rollenspiele im Vordergrund.

Als Trainee werden die verschiedenen Abteilungen durchlaufen, an Projekten mitgearbeitet und internationale Erfahrungen gesammelt. Wichtig ist dabei, dass man flexibel und offen für Neues ist.
Um unter 1000 Bewerbern für ein Traineeprogramm ausgewählt zu werden, bedarf es schon sehr guter Leistungen eines Hochschulabschlusses und einiger Praktika. Erst dann steigt man auf, in den Himmel des Olymps. Ob ich diesen wohl jemals sehen werde?

Donnerstag, 7. August 2008

Zwei Hühner zwischen Kühen

Wer hätte gedacht, dass sich mal zwei so aufgemotzte Püppchen, wie Gülcan und Collien, wirklich trauen für ein paar Wochen in die Pampa zu ziehen, um dort im Mist zu wühlen? Keiner vermutlich und deshalb ist es auch immer wieder eine Überraschung womit die privaten Sender versuchen, uns unser Gehirn madig zu machen. Nicht genug damit, dass wir nun die unattraktivsten und uncharmantesten Bauern Deutschlands kennen, jetzt müssen wir auch noch mit ansehen, wie ein sowieso schon stinkendes Dorf, mit zwei auf High-Hills laufenden Partyqueens fertig werden muss.

Für drei Wochen sind die beiden pingeligen Damen zu einer Familie auf den Bauernhof, in Bayern, gezogen und sollen da jede Art von Arbeit übernehmen, die sie wahrscheinlich in ihrem ganzen Leben noch nicht kennengelernt haben. Vom Hausputz, über Tiere füttern und Kühe melken bis zum Stall ausmisten, bleibt den beiden keine herablassende Tätigkeit erspart. Doch wer sie dabei beobachtet, stellt fest, dass sie nie das machen, was sie eigentlich sollen. Sie stellen grausame Dinge an, die das Leben der Gastfamilie eher verschlimmern, als erleichtern - aber das hätte ihr auch vorher klar sein müssen. Natürlich haben die Großstadt-Mädels bei ihren Aktionen die Lacher und Einschaltquoten der Zuschauer sicher, doch als der liebe Gott Bauernhöfe erschuf, hat er bestimmt nie gewollt, dass darüber solche Katastrophen walten.

Es ist nun mal wie es ist, ein paar Tage muss das Dorf noch aushalten, bis die Unruhestifter wieder in ihre Luxuswohnungen zurückkehren, doch bis dahin sind noch einige Pleiten garantiert und die Bewohner müssen geduldig das aushalten, was ProSieben sich an Format da ausgedacht hat.

Als kleine Demonstration, wie gut die Mädels auf einen Bauernhof gehören, könnt ihr auch auf youtube nachsehen.

AKTUELL! Rezession auf dem Arbeitsmarkt

Hast du auch Angst, bald dem Arbeitsmarkt ausgeliefert zu sein? Ich habe da letztens nämlich etwas gehört, was mich diesbezüglich sehr beunruhigte. Auf dem Arbeitsmarkt stehe eine Rezession der Konjunktur bevor. Meistens bedeutet eine Botschaft solcher gleichen nichts Gutes und somit machte auch ich mir Sorgen um meine Zukunft als künftige Arbeitnehmerin. Um mehr über dieses Thema zu erfahren, las ich auf Welt.de einen Artikel mit dem Titel „Die besten Zeiten am Arbeitsmarkt sind vorbei“.

Auch diese Prophezeiung nahm mir meine Angst nicht wirklich. Als ich den Text jedoch vertiefte, stimmten mich Aussagen, wie es bestehe kein Grund zur Sorge, bis 2009 sei eine Fortsetzung des Job-Booms zu erwarten und das die weniger dynamische Entwicklung am Arbeitsmarkt trotzdem positiv sei, optimistisch. Trotzdem beunruhigte mich die Tatsache, dass aufgrund der Sommerflaute die Arbeitslosenzahlen um 50.000 gestiegen seien. Das macht in der Gesamtsumme rund 3,21 Millionen Arbeitslose. Ich sehe mich in einem Jahr schon als eine von ihnen, doch zum Glück macht der nächste Satz des Artikels wieder Mut, denn saisonbereinigt sei die Arbeitslosenzahl sogar zurückgegangen und die Quote sei im Vergleich zum Vorjahr sowieso weniger.

Auch wenn der Rekordzuwachs an Jobs nicht mehr anhalten wird und die herrlichen Zeiten vorbei seien, sei nicht mit Beschäftigungsverlusten zu rechnen. Das stimmte mich schon etwas milder. Wenn man bemerke, dass eher Langzeitarbeitslose mit dem Konjunkturabfall zu kämpfen haben, da unter ihnen viele unqualifizierte Job-Suchende sind, kann man nur hoffen, so nicht zu enden.

Zum Schluss heißt es noch, dass
Vollbeschäftigung trotz aller Widerstände ein erreichbares Ziel sei und eine Arbeitslosenquote von vier Prozent realistisch sei. Wann diese frohe Kunde jedoch Realität wird, bleibt offen. Ich für meinen Teil strebe jetzt noch mehr das Ziel an, eine qualifizierte Fach- und Führungskraft zu werden, die nicht Schuld daran sein wird, dass die vier Prozent nicht erreicht werden konnten …

Hier noch ein interessantes Video von Spiegel Online zu diesem Thema.